3. Programm 2020-21

3. Programm 2020-21

Sonntag, 20. Juni 2021 um 18 Uhr
Konzertpavillon im Schlossgarten 48155 Münster

Sonntag, 27. Juni 2021 um 19 Uhr
Bürgerhaus Telgte, Baßfeld 4, 48291 Telgte (in Verhandlung)

LICHTSTIMMUNGEN
Felix Mendelssohn Bartholdy: Hebriden-Ouvertüre
Gustav Mahler: Rückert-Lieder
Wolfgang Amadeus Mozart: Jupiter-Sinfonie C-Dur KV 551

Solist: Wolfgang Schwaiger – Bariton

Felix Mendelssohn Bartholdy ließ sich auf einer Schottlandreise 1829 zu den Klängen der Konzertouvertüre „Die Hebriden“ inspirieren. Ein sehr passendes Stück für den münsterländischen November. Stürmisches und Stimmungsvolles fließen zusammen in einem fesselnden sinfonischen Gemälde. Johannes Brahms adelte das Werk mit seiner Aussage: «Alle meine Werke gäbe ich darum, wenn ich eine Ouverture wie die Hebriden von Mendelssohn hätte schreiben können.»

Die Texte von Friedrich Rückert kamen dem Ausdrucksbedürfnis Gustav Mahlers offenbar sehr entgegen. Neben den Kindertotenliedern vertonte er fünf weitere Texte des Dichters. Auch Brahms, Schubert, Schumann oder Richard Strauss fanden bei ihm Lyrik, die sie zu Vertonungen inspirierte. Schon die Titelzeilen der intimen Gesänge verströmen Magie: Ich atmet´einen linden Duft – Liebst Du um Schönheit – Blicke mir nicht in die Lieder – Ich bin der Welt abhanden gekommen – Um Mitternacht. Wer diese Mahler Lieder einmal gehört hat, wird sie in bestimmten „inneren Lichtstimmungen“ immer wieder hören wollen.

Auf alle Fälle ein Werk für die einsame Insel: Wolfgang Amadeus Mozarts „Jupiter-Sinfonie“! Das viersätzige Werk vollendete der Komponist 1788 in Wien. Es zählt mit den beiden Schwestern in g-Moll und Es-Dur zum sinfonischen Dreigestirn des Genies und bildet den musikalischen Höhepunkt seines sinfonischen Schaffens. Der offenbar verkaufsfördernde Beiname „Jupiter-Symphonie“ war eine kluge Erfindung des Konzertunternehmers Johann Peter Salomon und bürgerte sich nach dem Tode Mozarts ein. Blickt man auf das vollendete Ebenmaß in der Form und die geistige Durchdringung des musikalischen Materials, so ist die Anspielung auf die höchste römische Gottheit und auch den nach ihm benannten Planeten Jupiter alles andere als Hochstapelei. Diese Musik ist überirdisch.

2020-11-25T16:26:45+00:00